Deckeneffekt
Was ist der Deckeneffekt?
Der Deckeneffekt tritt auf, wenn ein Test für die Personen, die ihn absolvieren, “zu einfach” ist. Stellen Sie sich vor, Sie versuchen, die Größe von NBA-Spielern mit einem Lineal zu messen, das nur bis 6 Fuß reicht. Jeder, der größer als 6 Fuß ist, würde das gleiche Ergebnis erhalten (“6 Fuß+”), was es unmöglich macht, zu sagen, wer 6’2” und wer 7’5” ist.
Die IQ-Decke
Die meisten klinischen Standard-IQ-Tests (wie der WAIS oder WISC) sind darauf ausgelegt, die Allgemeinbevölkerung zu messen, mit einer “Decke” oft um IQ 160.
- Das Problem: Wenn ein wahres Genie mit einem IQ von 180 den Test macht, könnte es jede einzelne Frage richtig beantworten. Der Test kann sie nur bis zu seiner Höchstgrenze (160) zertifizieren, was ihren wahren Wert effektiv “abschneidet”.
Unterscheidung von Genies
Aufgrund des Deckeneffekts verlieren Standardtests oberhalb von 3 oder 4 Standardabweichungen (IQ 145+) an Genauigkeit.
- Hochbegabtentests: Um dieses Problem zu lösen, haben Psychometriker experimentelle “Hochbegabtentests” (High Range Tests) entwickelt, die speziell mit einer viel höheren Decke konzipiert wurden, um zwischen dem Intelligenten (130), dem Genie (160) und dem tiefgründigen Genie (190) zu unterscheiden.
- Einschränkungen: Diesen Hochbegabtentests fehlen jedoch oft die strengen Validierungsdaten klinischer Standardtests.
Dieser Effekt erklärt, warum historische Schätzungen von Figuren wie Einstein oder von Neumann oft nur Schätzungen sind – Standardtests konnten sie buchstäblich nicht messen.